Nochmal DGD Racing Team 3.0

Nachdem Daniel und Stefan nun doch auf Rennrad aufgerüstet haben und Stefan mein Rad nur noch als „Einkaufsrad“ bezeichnet hat (vor allem wegen dem zugegebenermaßen unschön riesigen Abstand der Räder zum Rahmen) wurde nun auch von meiner Seite auf Racing Team 3.0 aufgerüstet. Da der Nachteil meines Rads im Vergleich zu einem Rennrad auf ebener Strecke sicher nicht so dramatisch wie der eines 26“ MTB war, wurde aber keine neue Maschine angeschafft. Es wurde lediglich die uralte Kinesis Gabel mit MTB Einbauhöhe gegen eine Crossgabel von Ritchey getauscht und mit dem Schwalbe Ultremo ein richtiger Topreifen montiert. Die ersten Tests bei „Need for Ried“ konnten den erhofften signifikanten Vorteil in der Aerodynamik bereits bestätigen. Außerdem sieht das Rad nun deutlich stimmiger aus und kann mit einem äußerst akzeptablen Gesamtgewicht von 8,5kg aufwarten. Seht selbst:

Alle Details gibt’s auf meiner Fahrerseite.

Vom Winterpokal ins Trainingslager

Kein Zweifel – der Winterpokal hat für das härteste Wintertraining aller Zeiten gesorgt. Angeführt vom unangetasteten Rollenkönig Bergfloh wird das DGD Racing Team samt Fanclub-Unterstützung das Teamranking innerhalb der Top 100 beenden und hat im Januar 2012 teilweise mehr Trainingsstunden als in den Sommermonaten des Vorjahrs absolviert.

Nun erleben Daniel, Stefan und Moritz einen nahtlosen Übergang vom Wintertraining in die Freiluftsaison: Das Ende des Winterpokals am 25.3. fällt mit dem ersten Tag im Trainingslager zusammen. Wie schon im letzten Jahr entschied sich das Team für das Quartier in C’an Picafor auf Mallorca und wird dort nach derzeitigem Stand der Dinge vom typischen „Racing Team Wetter“ erwartet. Die Voraussetzungen für einen optimalen Start in die Freiluftsaison sind also gegeben und der Formvergleich mit dem Vorjahr wird mit Spannung erwartet.

Vielleicht lasse ich mich nach dem Trainingslager auch noch zu einer ambitionierten Zieleliste für 2012 hinreißen 🙂 Zum Abschluss noch ein Blick auf den aus heutiger Sicht unglaublich lächerlichen Punkt 1. der entsprechenden Liste für 2011: „Drei Rolleneinheiten von ca. 90 Minuten (oder vergleichbares) pro Woche“ 😀

Von Darmstadt auf den Donnersberg

Diese Woche Mittwoch war es wieder einmal so weit: Der Racing Team Fahrer Moritz begab sich mit dem Fahrrad auf die andere Rheinseite um herauszufinden, wie lange man gen Westen fahren muss, um auf „Odenwald-würdige“ Anstiege zu treffen. Ziel war der Donnersberg, der mit 687m höchste Berg der Pfalz.

Gestartet wurde die Tour direkt vor meiner Haustür, was zur Folge hatte, dass zunächst die wohlbekannte Fahrt durchs Ried an die Kornsander Fähre auf dem Programm stand. Von dort setzen wir für 1,80€ ans andere Ufer über und befinden uns bereits in Rheinland-Pfalz. Nach einem kurzen Stück Bundesstraße halten wir uns in Nierstein links Richtung Schwabsburg und lassen das Rheintal hinter uns. Leider, denn die nun folgenden knapp 30km führen uns entlang von großen und kleinen Straßen durch eine einzigartig staubige Landschaft immer Richtung Südwesten. Wenn Ferrero damals in der Kinder-Country-Werbung nicht entschieden hatte, jenes Produkt „genau richtig“ sondern „staubtrocken“ zu machen, hätte man wohl den Produktionsstandort irgendwo entlang unserer Route Dexheim, Undenheim, Bechtolsheim, Flonheim wählen müssen. Die Landschaft ändert sich allerdings, als wir Wendelsheim in Richtung Mörsfeld/Kriegsfeld (ein sehr schöner Ortsname übrigens verlassen) – urplötzlich befinden wir uns in einem bewaldeten Tal auf einer kurvenreich ansteigenden Straße und nach Erreichen einer Anhöhe hinter Kriegsfeld (362m) baut sich der Donnersberg schon vor uns auf.

Statt des direkten Wegs fahren wir aber zunächst in Richtung Oberhausen ab und folgen der leicht ansteigenden Straße in Richtung Süden. Hinter Würzweiler biegen wir rechts auf eine einsame und recht schmale Straße in Richtung Falkenstein ab und dürfen den zweiten echten Anstieg des Tages genießen. Immerhin erreichen wir eine Höhe von 462m. Auf der Abfahrt durch Falkenstein wird aber klar, dass man diesen Berg eigentlich andersherum fahren sollte – im Ortsinneren von Falkenstein, können wir bei 25% Gefälle die Bremsen gut testen. Wir folgen der danach nicht mehr ganz so brutal abfallenden Straße in Richtung Imsbach, wo man entgegen der von MapSource vorgeschlagenen Route besser gleich auf die L401 in Richtung Steinbach wechselt. Das nächste Mal bin ich also schlauer, dieses Mal galt es irgendwie den geschotterten Weg teils schiebend zu überwinden. Seis drum. Wir befinden uns endlich auf der Südseite des Donnerberg und folgen zunächst der moderat ansteigenden Donnersbergstraße von Steinbach in Richtung Dannenfels. Dort halten wir uns gleich am Ortseingang scharf links und folgen den den Wanderschildern Richtung Donnersberg. Die Straße steigt sofort mit 2 Kehren und Werten von 10% und knapp mehr an. Zwar ist diese Variante auf den Donnersberg inzwischen zur Einbahnstraße gemacht worden; neben anderen Radfahrern, die auch entgegen der vorgschriebenen Fahrtrichtung die nun konstant mit 10% anteigende Straße bezwungen haben, sind dem Autor aber keine weiteren Verkehrsteilnehmer begegnet. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der deutlich besser ausgebauten Alternativrouten, diese Strecke hauptsächlich von Radfahrern genutzt wird. Auf den letzten Metern lässt die Steigung dann schließlich nach, sodass wir schneller als erwartet das Gasthof auf dem Donnersberg erreichen.

Zur großen Überraschung, wird dort auch der obligatorische Apfelstrudel serviert – für 3,50€ mit Sahne und Eis zu einem fairen Preis. Ab hier ist der schönste Teil der Tour leider auch vorbei, denn nach der gut ausgebauten und schnellen Abfahrt vom Donnersberg Richtung Kirchheimbolanden müssen wir uns aus Zeitgründen (es ist bereits nach 16:30 Uhr) auf den ziemlich unspektakulären Weg in Richtung Gernsheimer Fähre machen (das Übersetzen kostet hier 20 Cent mehr als auf der Hinfahrt). Von Gernsheim folgen wir den gut bekannten Straßen zurück nach Wixhausen, wo wir mit Einbruch der Dunkelheit ankommen.

Fazit: Die Gegend um den Donnersberg lohnt sich auf jeden Fall für weitere Touren – allerdings nur, wenn man schon in der Nähe starten kann. Die direkte Anfahrt von zu Hause bietet zu viele „Leerlauf-Kilometer“ 😉

Frankenstein Trophy 2011

Im Gegensatz zur letztjährigen Frankenstein Trophy war dieses Jahr nicht mit gefühlten Minusgraden auf der Strecke zu rechnen – zumal das Racing Team recht günstige Startzeiten ergattert hatte. Als Daniel als erster Racing Team Fahrer um 10:50 Uhr auf die Strecke ging, war es in umnliegenden Ortschaften auch schon angenehm warm, nur auf der Westseite des Frankensteins hatte sich noch ein „Kälteloch“ breit gemacht. Die Anreise des Teamchefs lief etwas holprig, die bis aufs extreme aufgepumpten Geländereifen (Nobby Nic) verloren in Brensbach ihren Druck. Dank routiniertem Pitstopp war die Ankunftszeit immer noch im Rahmen, lediglich die Pace musste erhöht werden.

Trotz der montierten Reifen (als Test wieviel ein Reifen so ausmachen kann), konnte der Teamchef den 30 Sekunden vor ihm gestarteten Fahrer einholen und mit 10:35 bis auf 18 Sekunden an seine Vorjahreszeit herankommen. Angesichts der Tatsache, dass allein die Stollenreifen ca. 45-60 Sekunden Zeitnachteil bringen, eine äußerst starke Leistung.

Da Stefan leider nicht an den Start gehen konnte (wir sind gespannt, ob es wie im letzten Jahr einen Ghost-Stefan in den Ergebnislisten gibt), folgte mit Moritz um 10:52 Uhr der nächste und letzte Racing Team Fahrer. Trotz einiger Probleme mit der Kälte in den ersten Kurven fand Moritz einen guten Rhythmus und konnte gerade im zweiten Streckenteil gegenüber seiner bisherigen Frankenstein-Bestzeit richtig Zeit gutmachen. So stand am Ende mit 9:33 und dem 13. Platz von ca. 120 gemeldeten Teilnehmern ein extrem starkes Endergebnis zu Buche. Vor allem der minimale Rückstand auf die Top10-Plätze lässt für nächstes Jahr hoffen.

Ein großes Lob gilt wieder den Organisatoren von der RSC Citybike mit ihrem unkomplizierten Zeitmess-System und der professionellen Startrampe. Ein weiteres Highlight erfolgte nach Zielankunft. Das Team wurde von einem eifrigen Leser des Blogs begrüßt mit „das legendäre DGD Racing Team“, die Öffentlichkeitsarbeit trägt also bereits Früchte.

Radmarathon Odenwald

Nach dem Saisonhöhepunkt 24h-Rennen und einem Bergzeitfahren auf den Melibokus, bei dem die anvisierte „tiefe 17er Zeit“ zwar verfehlt wurde, mit 17:45 aber der teaminterne Rekord nochmals um wenige Sekunden unterboten werden konnte, stellte sich für mich die Frage: Wie motiviere ich mich für den Rest der Saison? Im Gegensatz zum Reichelsheimer Teil des Teams setze ich ja bekanntlich eher weniger auf Fahrten im Gelände. Nach kurzem Überlegen kam mir die Idee, mal eine Tagestour im Odenwald zu planen, bei der ich allein das Bewältigen der Strecke ohne außerplanmäßige Pausen (eine Mittagspause gestehe ich mir bei so etwas immer zu, außerdem darf zum Auffüllen der Trinkflaschen und Trikottaschen angehalten werden) als Erfolg sehe. Natürlich plant man so eine Strecke dann doch recht schnell und mutet sich immer mehr zu, als vielleicht gut wäre, aber sei es drum.

Äußerst zufrieden mit der geplanten Strecke machte ich mich am Mittwoch um 9:15 in Bensheim auf den Weg. 210km, die durchweg bergauf und bergab führen, standen auf dem Programm; eine Mittagspause war nach 140km in Finkenbach geplabt. Um bewusst nicht zu schnell zu fahren (an einem solch tollen Sommertag und einer derart langer Tour darf man ja auch mal die Umgebung genießen) gab ich mir vor, am Berg nicht über 160 Puls zu kommen. Und bitte vor der Dämmerung wieder in Bensheim sein wollte ich. Also: Besenwagen Ankunft um 19:03 Uhr in Bensheim (um die Regionalbahn nach Darmstadt zu erwischen). Es sollte knapp reichen 🙂

Eine detaillierte Streckenführung kann man der Aufzeichung auf garmin.connect oben entnehmen. Die insgesamt über 4400 Höhenmeter verteilen sich dabei auf folgende erwähnenswerten Anstiege (100 Hm und mehr):

Heppenheim – Krehberg 9,8km / 444Hm
Glattbach – Schöne Aussicht 1,4km / 134Hm
Unter Ostern – Hammelbach 7,7km / 218Hm
Wald-Michelbach – Siedelsbrunn 5,3km / 189Hm
Gorxheimertal – Ober-Kunzebacher Höhe 2,0km / 132Hm
Ritschweier – Ursenbacher Höhe 3,1km / 141Hm
Dossenheim – Weißer Stein 6,4km / 422Hm
Heiligenkreuzsteinach – Parkplatz Heddesbacher Weg 1,9km / 166Hm
Ulfenbachtal – Brombacher Höhe 2,8km / 230Hm
Finkenbachtal – Segelflugplatz Rothenberg 5,2km / 328Hm
Finkenbach – Falters Ruhe 5,3km / 209Hm
Straßburg – Seckenrainer Berg 2,5km /149Hm
Wald-Michelbach – Kreidacher Höhe 3,0km / 100Hm
Weiher – Vöckelsbach 2,5km / 168Hm
Nieder-Liebersbach – Watzenhof 2,2km / 101Hm
Laudenbach – Juhöhe 4,2km / 280Hm
Kirschhausen – Knoden 10,6km / 385Hm