Trainingslager Mallorca 2026 – Classico

Das Planungskommittee entschied sich für die Befahrung des Küstenklassikers entgegen des Uhrzeigers. Die avisierte 8:00 Uhr Abfahrt wurde nicht geschafft, das Frühstücksbuffet machte erst 7:34 auf – sportlich. Dafür ging es zu sechst auf eher breiten Straßen zügig nach Pollenca, bei absolut perfektem Wetter.

Kurz vor Beginn des Col de Femenia wurden die am Vortag festgezogenen Klickpedale Sebastian zum Verhängnis. Unglücklich losgefahren und dann aufs Knie gefallen – es ging aber weiter und außer Haut war nichts beschädigt. An der Tankstelle war der erste Essensstopp, Stefan bog dann alleine nach Sa Calobra ab.

Er wollte sein Knie etwas schonen und nur ca. die Hälfte der Kilometer der anderen fahren. Nach Bergfloh Manier hatte er keine weiteren Stopps (Café war zu voll) und dank der frühen Abfahrtszeit war es vom Verkehr noch erträglich. An seine Zeit 2012/14 kam er zwar nicht ran, aber es war Puls und Wind mäßig noch Luft nach oben.

Das Quintett hatte eine freie Abfahrt nach Soller, wo es dann direkt die Ma-10 weiter ging zum schon bekannten Café von der Valldemossa Tour. Um Zeit zu sparen, gab es Kuchen und koffeinhaltige Getränke.

Entgegen der Vorjahre war der Verkehr in Fahrtrichtung überschaubar, lediglich ein Anwohner blockierte die Straße beim vergeblichen Versuch in seine eigene Garage zu parkieren. Ein neuer Stopp mit perfektem Meeres- Panoramablick gab es kurz vor Andratx.

Ein paar Nicht-Rad Touristen kommentieren Sebastians lädiertes Knie, der Pitstopp 20 m nach dem Lokal blieb zum Glück unkommentiert.

Dank neuem Belag rollte es vortrefflich nach Andratx, wo es direkt in den Soldatenberg ging. Bis zur Ausflachung der Königsetappe folgten noch 2 weitere, neue Anstiege. Jeweils kleine Straßen mit engen Radien und zum Teil eher rudimentärem Belag. Zwischen diesen wurde die Mittagspause mit mallorquinischer Pizza und Pasta al Vodka eingenommen. Damit das Ziel 19:00 Uhr zur Sauna zurück zu sein in greifbare Nähe rückte, gab es den einstimmigen Beschluss die letzte Pause durch gut gefüllte Flaschen und Mägen zu ersetzen.

Am letzten Berg wurde Moritz durch mehrfache Rufe „Hopp hopp“ eines vorbeifahrenden Rennradlers provoziert und musste diesen fachmännisch abziehen.

Im Tal war der Wind moderat aber fast alle Fahrer waren motiviert vorne nochmal richtig Gas zu geben. Conny konnte seine erste 200 km Radtour trotz verhärteter Wade erfolgreich absolvieren und Sebastian trotz des Fauxpas noch einen Führungsstint übernehmen. Ein wirklich sehr gelungener Abschluss des diesjährigen Trainingslagers.

Detlef konnte den neuen Orient Asphalt richtig herum testen, machte sogar eine kurze Pause (aber ohne die Gastronomie zu beglücken) und Heidrun shoppte noch T-Shirts in Alcudia.

Trainingslager Mallorca 2026 – Randa

Das Wetter regnete planmäßig zwar nur nachts, aber die Straßen waren um 8 noch recht nass und der 1. April war endlich vorbei. Daher wurde schon am Vorabend die Reihenfolge der Routen getauscht, es ging erst um 10 Uhr los in Richtung Randa. Mal wieder konnte Rückenwind genossen werden. Bei einer Unterführung versuchte Sebastian seine Sprinterbeine zu zeigen, für sein Linkes Klickpedal mit zuviel Power, ein Sturz konnte zum Glück verhindert werden. Es gab aber kurz nach dem Espressostopp eine Zwangspause aufgrund eines Plattens. Dieser wurde in der Sonne fachmännisch von Heiko repariert, mit gutem Equipment ging das auch recht zügig. Erstmalig sollte der offizielle Anstieg (wobei das offizielle Strava Segment zu früh anfängt und auch erst fast in der Klostermauer endet) zum Puig de Randa gefahren werden. Diverse Strategien wer wie schnell und warum fahren würde, wurden am Vorabend bereits besprochen. Sebastian änderte seine Meinung dann sogar kurz vorher, er würde mittelschnell fahren wollen. Daniel konnte (auch dank schlechtem Wind) geradeso Moritz‘ Hinterrad halten, Heiko folgte kurz danach. Stefan war auch zügig unterwegs und Conny hatte sogar trotz 15 Minuten Segment einen neuen 20 Minuten Bestwert erzielen können – es gab Lob! Florian schonte sich ein wenig und Sebastian hatte sich auch angestrengt. Das Mittagessen war im sehr schönen und hoch gelegenen Ortskern von Montuiri, mit diversen Tapas ohne Hektik serviert ging es dann weiter zur Erstbefahrung des Hausbergs von Petra. Heiko machte im Flachstück einen 2:20 Leadout, bei dem Moritz, Daniel und Stefan folgten. Zur Überraschung von Moritz attackierte Stefan im ersten steilen Teil, um dann wenig später merklich rauszunehmen. Daniels Beine hatten dabei zu viel Laktat drin und kurz danach musste die Vereinzelung der Fahrer komplettiert werden. Zurück zum Hotel ging es dann gemütlich mit unterschiedlichen Konstellationen an der Feldspitze – trotz der 40 % Standzeit wurde die Sauna entspannt erreicht. Matthias musste sich leider weiterhin auskurieren, Detlef fuhr fast die gleiche Runde aber viel schneller und Heidrun rollte nach Betlem.

Trainingslager Mallorca 2026 – Valldemossa

Die innovative Tourenplanung setzte sich fort. Der Küstenklassiker wird wieder komplett aber erstmals gegen den Uhrzeigersinn gefahren und daher wurde eine neue Etappe aus dem Hut gezaubert. Flach und mit Rückenwind durch die Gärten in Richtung Westen ging es zu sechst los. Die Wolken waren recht tief und sahen bedrohlich aus – entgegen der Wetterprognose vom Vortag. Auf Heikos Schulter machte sich eine Wespe bequem, die Sebastian fachmännisch mit einer Luftpumpe entfernte.

Der Espresso wurde nach 38 km in einer einheimischen Lokalität in Santa Maria del Cami eingenommen, wo am Vorabend der Bär steppte – zumindest war noch viel Geschirr auf allen Tischen verteilt. Stefan musste aufgrund einer Kniereizung umdrehen, es waren also nur noch fünf. Auf einer Streckenerstbefahrung nach Valldemossa ging es dann weiter, es war nur überraschend viel Verkehr. Heiko nutzte die moderate Pace zu einem kurzen beruflichen Call, Conny konnte seine filmografischen Künste (Zusammenschnitt folgt noch) in Szene setzen. In der Gastronomie im Port de Valldemossa musste drinnen der Kuchen verspeist werden, die Wellen waren dafür sehenswert. Moritz wärmte die Beine schonmal an, die anderen vier fuhren Sebastians Bummeltempo die schmale Stichstraße wieder hoch. Mittagspause gab es in einem echten Hipster Café in Deia. Gut, langsam und nicht günstig, dafür gut besucht – die Gerichte bedurften jedoch auch eine gewisse Zubereitungszeit. Der Trubel in Soller wurde damit geschickt eingespart, dazu konnte Mallorcas Hauptanstieg erstmalig vollständig bezwungen werden.

Sebastian passierte das untere Schild als erster, mit dem Vorsatz sehr gemütlich zu fahren und kam damit als vorletzter am Treffpunkt (Kiosk) an – es wurde am Ende dann noch zügiger. Moritz und Daniel pedalierten zusammen hoch, Daniel übernahm auf den flachen Stücken die Führungsarbeit (es war Gegenwind) und versicherte auch oben nicht vorbeizufahren – es wurde zügig aber nicht am Limit gepaced. Heiko machte sein eigenes Tempo knapp dahinter, er holte eine Rennradlerin ein, die dann aber eine harte Attacke lancierte. Die sonstigen Radfahrer waren eher touristisch unterwegs, trotz Begleitfahrzeugen. Conny musste sich aufgrund des heimgekehrten Pacemakers auf sein Gefühl verlassen, und machte aufgrund seiner hohen Felgen auf der windigen und sehr kalten Abfahrt ruhig. Am Kiosk wurden nicht ganz günstige dafür aber heiße Heiße Schokolade getrunken. Die Windböen blieben danach aus, es war aber weiterhin kühl. Die Abfahrt nach Caimari wurde durch einen Reisebus blockiert, nur Sebastian konnte per Max Verstappen Manöver vorbeistechen.

Der letzte Kaffee und Kuchen/Keks Stopp war dann wieder Hipster Style – dank früher Abfahrtzeit ganz locker vor Ladenschluss. Es kam für die letzten 25 km die Sonne heraus, der Wind kam dafür wieder stramm von vorne. Dank guter Ernährung, ein Dank an den Teamalchimisten, konnte aber solide zu Ende gefahren werden. Stravalink

Trainingslager Mallorca 2026 – Windy

Da die Wetterprognose überschaubar war und die Zeitumstellung noch anstand, wurde entschieden das F1 Rennen nach dem Frühstück im Relive zu schauen und sich danach mithilfe der Windkarte für eine Route zu entscheiden. Florian und die beiden Günzel Eltern enthielten sich direkt bei den Radsportambitionen – es war auch wirklich windig.

Da am Anfang der Strecke Rückenwind herrschte, wurde von vorne (Heiko und Moritz) direkt Vollgas gegeben (weil schnell fahren ja Spaß macht) und Daniel eröffnete dann bis Muro das Gruppetto. Ab dann war der Wind aus verschiedenen eher ungünstigen Richtungen – oft auch sehr böig. Getrunken werden konnte eigentlich nur innerorts, gutes Windschattenfahren wurde aber dafür auch über Gebühr belohnt. Die salzigen und süßen Speisen der sehr guten Bäckerei in Sineu konnten dann in der Sonne vor der Kirche verspeist werden, ohne dass ein Rad der Teilnehmer geklaut wurde. Zurück gab es dann nochmals viel Gegenwind und die Sonne machte sich ebenfalls rar – für die letzten Winterpokalpunkte (und damit Top 100 im Tracked Ranking) war die Tour gut – viel Spaß empfanden zumindest nicht alle Fahrer, aber eine gute Grundlage für Sauna und Buffet, dazu ein paar gute Segmentzeiten (der Begriff KOM ist hierbei irreführend).

Trainingslager Mallorca 2026 – Anreise 2/2

Am üblichen Tag dafür mit deutlich entspannterem Abflug um 7:25 kamen die anderen vier Teilnehmer in Alcudia an – mit super organisiertem Transfer konnte 11:30 Uhr das Hotel begrüßt werden. Heidrun und Detlef gönnten sich Aero-Highend Material als Leihräder, die jedoch erst Nachmittags ready waren – die Einrollrunde fand daher separat statt. Florian gesellte sich zu den später startenden Günzelbrüdern dazu, es ging 13:00 Uhr los auf kürzestem Weg nach Arta. Das Peloton fuhr die normale Strecke, die für Sonntag vorgesehen war über Muro nach Arta – mit Kaffee- und Kuchenstopp in Petra. Das sehr reichhaltige Mittagessen in St. Llorenc wurde von der Organisation auf einen lokalen Geheimtipp in Arta verlegt. Dort war die kulinarische Auswahl etwas eingeschränkt, es gab dafür aber guten Kaffee. Auf der gesamten Fahrt gab es keinerlei Beschwerden oder Vorkommnisse. Bei der deutlich kürzeren Anfahrt des DGD Trios war dies anders. Es wurde bei ordentlich Rückenwind auf eine Gruppe Engländer die Lücke geschlossen, welche sich aber durch ein wirklich dummes Fahrmanöver einen Sturz auf gerader Strecke leistete. Daniel und Stefan konnten ausweichen, Florian wurde jedoch auch zu Boden gebracht. Bis auf ein Loch in der Hose zum Glück nichts passiert und es ging weiter – alleine dieses Mal. Kurz vor Arta musste das Hinterrad von Flo’s Rad noch verarztet werden – evtl. noch eine Nachwirkung des Crashes.
Nach der Pause ging es dann für Florian mit dem Peloton direkt zurück ins Hotel. Trotz eines verlängerten Betlem Abstechers (bis runter anstatt nur bis zum Pass) und „Double-Efforts“ fuhren sich die anderen Fahrer nur kurz entgegen auf der An- bzw. Abfahrt nach Betlem. Stefan wollte mal wieder seinen 8-Minuten Bestwert verbessern und forderte Daniel auf mit 300 W vorzufahren. Kurz vor der Höhe ging eine Lücke auf, die dann opportunistisch vergrößert wurde – Ziel wurde aber wie im Vorjahr schon erreicht. Auf der Küstenstraße war dann wenig überraschend Gegenwind, so konnten die Beine nochmal ein wenig arbeiten und ein paar Radgruppen überholt werden. Stravalink Peloton / Duo.