Trainingslager Mallorca 2017: Sa Calobra auf Zeitensuche

Pünktlich vor dem Ruhetag wird es ernst: Die Speerspitze bekommt das gleiche Streckenmenü wie Gruppe Sport 1. Bei erneut strahlendem Sonnenschein ging es auf leicht neuen Strecken in Richtung Berge. Auf einem der neuen Streckenabschnitte unterschätzte Daniel ein Schlagloch, was durch einen metallischen Schlag quittiert wurde. Es war zum Glück nichts am Laufrad, lediglich der Lenker drehte sich ein paar Grad erdwärts, in 2 Minuten war das behoben. Am ersten Anstieg hoch zur Tankstelle oberhalb des Kloster Llucs fuhren alle 4 sehr verhalten, es wurden Kräfte gespart und gemütlich hochgeleiert. Bereits auf dem Zwischenstück zwischen Tankstelle und Kiosk (Mallorca-Insider wissen bescheid) deutete sich an, dass der Verkehr an diesem Tag extrem sein würde. Daniel und Moritz mussten teilweise berghoch schon Autos überholen, erst als der Bus ein paar Autos vorbeigelassen hat, lief es wieder flüssig. Der kleine Anstieg, der Südseite des Col del Reis, wurde dann zu einem Fernduell mit dem zuvor benannten Bus. Denn ein Bus ist auf der Abfahrt ein größeres Hindernis. Zum Glück blockieren zahlreiche andere Rennradler die Strecke, sodass die Abfahrt "busfrei" schien. Statt hinter einem Bus, hingen die beiden Fahrer (die immernoch hinter der Speerspitze lagen, weil noch der Transfer für Donnerstag gebucht wurde vor dem Start) hinter einem Fahrzeug der lokalen Polizei, das keine Anstalten machte rechts ran zu fahren. Das Überholen von Daniel wurde dann lautstark per Hupe anfeuert, zumindest kam das bei ihm so an und der Abfahrtsmodus wurde auf Attacke geschaltet. Der nächste Bus, inkl. Bergfloh der kurz pausierte um nicht nur in Abgasen zu fahren, wurde innen überholt – am Ende waren es dank Moritz' Zählung 27 Autos und mindestens doppelt so viele Radfahrer. Es ging nicht bis nach Sa Calobra, kurz vor dem Rennradrummel ging es links ab in ein verlassenes Seitental (mit ca. 70 Zusatzhöhenmetern). Dort war das Restaurant menschenleer, es gab Bedienung bei moderaten Preisen und einem traumhaften Blick. Ein Dank für diesen Geheimtipp geht an Stefan, der diesen Abschnitt im Vorvorjahr auf anraten von Heidrun auf 4 Rädern erkundete. Nach der Stärkung ging es auf den Hauptanstieg zu. Schon kurz nach dem Restaurant sah man eine kleine Lücke zwischen dem angriffslustigen Bergfloh und Katie aufgehen – dieser 10 Sekunden Abstand sollte sich aber im Verlaufe des gesamten Anstiegs (800Hm) konstant bleiben. Beide verbesserten ihre Leistungen vom Vorvorjahr um 5 Minuten – was aufgrund des späten Stravauploads und fehlenden Daten der Vorleistung erst spät Abends herausgefunden wurde.
Daniel konnte Moritz' guten Beinen nicht viel entgegensetzen und musste schon am Anfang des Hauptanstiegs eine Lücke reißen, davor holte die beiden noch zusammen den 5. Platz overall bei Strava auf dem Vorberg direkt nach dem Essen. Zusätzlich wurde Moritz noch von einem Engländer ermutigt auch berghoch an Autos und dem obligatorischen Bus vorbei zufahren, sodass er in die kleine Lücke zwischen Bergfloh und Katie sprinten konnte. Dann ging für das Trio das Warten los. Daniel konnte im Berg einen guten Rhythmus fahren (185er Puls), bis jedoch nichts mehr ging. Reisebus + Serpentinen + Gegenverkehr der zu spät anhält + Radfahrer die versuchen sich in die nicht existierende Lücken zu quetschen machten die letzten 2km zu einem Geduldsspiel.

Die Rückfahrt war dann weiter mit Stau (auch berghoch) gespickt, erst ab dem Kloster Lluc war alles frei. Auf dem Flachstück nach Pollenca gaben Daniel und der Bergfloh in ihren jeweiligen Gruppen nochmal alles und dann konnten die Beine in den Gartenwegen ein wenig gelockert werden obgleich die meiste Zeit eher kein Rückenwind war. Daten der Tour: 120km knapp 27er Schnitt (Busbereinigt) und je nach Gerät 2100 bis 2280Hm.
Zum Thema Gerät: Nachdem Moritz Garmin 810 ein paar Wochen nach Garantieablauf eine Haltenase weniger hatte (Kulanz Fehlanzeige), schaltete sich selbiges auf Höhe Kloster Lluc kurz aus, nicht unüblich für Geräte dieses Fabrikats. Beim obligatorischen Datenupload und fast einstündiger Linux-Frickelei musste Moritz jedoch feststellen, dass der Track den gesamten Anstieg nicht beeinhaltete. So konnte die wohl anständige Leistung am Berg nur nach diversen Track hin- und her vergleichen gemutmaßt werden und es gibt dazu keinen Stravabeweis. Der Zulieferer von Radcomputern wird wohl die längste Zeit Garmin gewesen sein.

Trainingslager Mallorca 2017: Formentor

Der stets zuverlässige (wenn auch zur Zeit schwer erkennbare) Iphone-Wetterbericht des Teamchefs versprach für den Ostermontag optimales Radfahrwetter: 20 Grad und über 10 Sonnenstunden. Beide Gruppen konnten sich nach dem zeitversetzten Start gemütlich bis Port de Pollenca einrollen. Die Speerspitze erwischte sogar eine Gruppe, wobei sich der Bergfloh wählerisch gab und die jungen Schwedinnen einer russischen Männergruppe vorzog. Auf der Stichstraße zum Leuchtturm am Cap Formentor zahlte sich der frühe Start dann aus, denn beide Gruppen konnten (fast) ohne störenden Autoverkehr in beide Richtungen fahren. Während Daniel und Moritz eher zurückhaltend und sehr gleichmäßig die verschiedenen Anstieg hochleierten (und fachmännisch den Autoverkehr zwecks einer freien Abfahrt blockierten), fuhren Katie und Detlef den längsten Anstieg richtig auf Zug und unterboten ihre eigenen Bestzeiten um sensationelle 2 Minuten!

Zum gemeinsamen Paella-Essen am Hafen war danach reichlich Zeit. Die Speerspitze hatte zu diesem Zeitpunkt ihre Arbeit fast verrichtet und fuhr auf dem flachen Rückweg ins Hotel noch einige Duelle auf der Hügelstraße zwischen Pollenca und Alcudia aus. Für den Rest waren erst 52 von 122 Kilometern geschafft – es stand ja noch der Col de sa Femenia mit seiner endlosen 1%-ansteigenden Anfahrt auf dem Programm. Dort drückte vor allem die Lokomotive Moritz eine dicke Mühle um trotz Seitenwind einen 33er Schnitt "herbeizuwerken" (->Eurosport, Amstel Gold Race Übertragung). Der eigentliche Anstieg war dann eine einzige Steigerungsfahrt, an dessen Ende der Teamchef dank neuem Pulsbestwert von 198 den Sprint gegen den verdutzten Teamkollegen gewann 😉

An der Tankstelle Lluc wurde dann erstaunt festgestellt, dass das Wassereis auf 1,80 Euro/Stück preisreduziert angeboten wurde. Top, genau wie die komplette freie Abfahrt, die folgte. Mit einigen Varianten auf teilweise frisch asphaltierten Straßen (im Vergleich zu 2016) war dann der Plan, von hier an gemächlich auszurollen. Das sollte der starke Ostwind allerdings nicht zulassen und erst auf den letzten Kilometern auf der Küstenstraße konnten sich einer "Gammelgruppe" angeschlossen werden.

Eckdaten der Tour: 122km/1900Hm/28,3er Schnitt, bzw. 75km/1100Hm/23,4er Schnitt für die Speerspitze!

Trainingslager Mallorca 2017: Arta/Betlemtour

Nach einem guten Frühstück beim verbesserten Buffet im Hotel (sowohl innenarchitektonisch als auch kulinarisch) gingen die Speerspitze und dann der Rest bis zum Mittagessen in Sant Llorenc auf exakt die gleiche Strecke. Der Vorsprung betrug gut eine halbe Stunde, was bei einer berechneten Schnittdifferenz von 6km/h zu einer gleichzeitigen Ankunft beim vereinbarten Treffpunkt sorgen sollte. Die Strecke verlief durchs schöne mallorquinische Hinterland, ohne echt Anstiege aber mit vielen Wellen. Genau das Terrain für die Drückerqualitäten von Bergfloh der zusammen mit Katie einen 26er Schnitt im Gepäck gut 10 Minuten vor Moritz und Daniel beim Treffpunkt war.

Bei Moritz und Daniel wurde das Verfehlen des Ziels, diesmal gemütlicher zu fahren sich gegenseitig in die Schuhe geschoben. Erst Rückenwind, dann fuhr Moritz im Flach schnell und Daniel dafür am Berg. Weil der Küchenchef des neu recherchierten Restaurants im Verzug war (Öffnungszeit 12:30, laut dem Chef erst 13:00 Uhr), musste Moritz seine gesamten Belaberkünste auffahren, damit das Quartett zwei hervorragende Pizzen serviert bekam. Klingt relativ wenig, war es auch. Katie und Daniel hatten 20 km vor dem Ziel bereits wieder Hunger.

Die Speerspitze fuhr dann über Arta auf direktem Weg zurück ins Quartier. Die Küstenstraße war dieses Jahr nicht ganz so rückenwindlastig, sodass wieder die Drückerqualitäten vom Bergfloh gepaart mit Katies super Windschattenfahrskills gefragr waren. Das führte zu einem sehr starken 26er Schnitt, ein super Auftakt fürs Trainingslager.
Daniel und Moritz fuhren dieses Jahr wieder die Stichstraße in Richtung Kloster Betlem. Im Anstieg glühte die Sonne richtig, auf dem allzeit präzisen Garmin wurden 29 Grad angezeigt. Moritz konnte sich tatsächlich an das gemütliche Tempo von Daniel halten, und es gab wieder ein Malle Fotoshooting mit reichlich Sonne.

Ab Arta waren dann die Akkus des Teamchefs leer. Die meiste Zeit wurde im Windschatten von Moritz in Richtung Quartier gefahren. Dennoch wurde auf den 128km ein sehr akzeptabler 29.4er Schnitt gefahren. Nach dem Pastasnack gab es dann einen Saunagang und dann bot RTL F1 an.

Rad am Ring 2016: 150km Rennen

Wie schon 2013 wurde das wohl härteste Rennen vom GCC Rennkalender in Angriff genommen. Aufgrund von Sebastians Sturz beim Feldberg Charity Event musste Daniel als einziger Fahrer des DGD Racing Team an den Start gehen. Das Wetter war, eifeltypisch, sehr gut, sogar die Sonne lies sich bei ca. 20 Grad blicken. Weil der Startblock A nur für die Top 100 der GCC-Gesamtwertung geöffnet war, reihte sich Daniel schon 45 Minuten vor dem Rennstart in die Pole-Reihe vom Block B ein. Die erste Runde konnte, trotz sehr zügiger Pace am Anstieg, mit der Spitzengruppe absolviert werden. Leider wurde die Rennsituation wegen der vielen Fahrer der 24h Rennen beim Anstieg der zweiten Runde unübersichtlich und die Spitzengruppe war dann weg. Die zu dieser Zeit befindlichen Fahrer anderer Rennen waren leider selbst auf den Abfahrten nur kurze Relaisstationen, sodass Daniel die nächsten 2 Runden auf sich alleine gestellt war. Dann wurden 3 Fahrer, die Helferdienste ganz vorne übernehmen mussten, eingeholt und es gab endlich wieder Windschatten. Kurz vor dem Karussell kam dann eine 8-köpfige Gruppe, die sich bereits am Anfang des Rennen zusammengefunden hat von hinten. Sogleich wurde Daniels Pace wieder schneller. Aufgrund der Witterung und der Ermangelung an Verpflegestellen wo man ohne anzuhalten neue Getränke fassen konnte waren Daniels Reserven, körperlich und auch Flaschentechnisch, leider am Schlussanstieg kurz vor der hohen Acht am Ende. Die gut laufende Gruppe musste ziehen gelassen werden, erst auf der Döttinger Höhe gab es nochmal einen kurzen Boost als 3 Fahrer des 24h Rennens (jetzt weiter vorne Platzierte) Express fuhren. Im Ziel war Daniel dann nach 4:25h, was einen 58. Platz bedeutete. Eckdaten: 147km, 3000Hm, 32,8er Schnitt

Der Bergfloh fuhr zeitgleich sein erstes Radrennen, das 75km Rennen konnte er in unter drei Stunden im soliden Mittelfeld beenden – und war danach noch Chauffeur.
Ein Dank geht noch ans Team Crossladen.de, die zu viert das 24h Rennen bestritten und dem DGD Racing Team ihre Teamhospitalty zur Verfügung stellten.

Trainingslager Südtirol 2016: Rittner Horn

Aufgrund von Planänderungen für die Tour am Samstag musste auch am Freitag eine andere Tour her. Es wurde also auf dem Highspeedradweg gemütlich angefangen, völlig ohne störenden Autoverkehr wurde Bozen durchgequert. Dann ging es aufs Rittner Horn nach Klobenstein. Daniel fuhr den Anstieg der zwischen sieben und neun Prozent schwankte in einen zügigen Tempo an, ohne auf den Flachstücken übermäßig zu attackierten. Beide waren oben mit der Form zufrieden und die Zeit (49:00 bis Klobenstein) ist auch nicht schlechter als beim teilweisen Zeitfahren 2014. In Klobenstein mussten ein paar Zusatzhöhenmeter gefahren werden um den verdienten Apfelstrudel in der Pizzeria Hubertus einzunehmen. Dort war das Verhältnis Gäste/Bedienungen nach dem Eintreffen der beiden DGD Racing Team Fahrer 1.IMG_5106
Nach der Stärkung mussten mit kalten Beinen ein paar 15% Rampen überwunden werden. Bergflohs Bericht mit 200Hm nach der Pause wurde zu erst kein Glauben geschenkt, es war aber tatsächlich so. Die Abfahrt ins Sarntal war eng, steil und teilweise mit überschaubarem Belag. Es folgten die gut 20 Tunnel hinein nach Bozen wo es wie im Vorjahr wieder > 35 Grad hatte. Nach der Rückfahrt nach Lana war das Pensum wegen der großen Hitze auch groß genug, trotz nur ca. 1400Hm auf 93km mit einen Schnitt von 27,5km/h. Aufgrund unpräziserer GPS-Aufzeichnung haben manch andere Geräte auch gut und gerne mal +150Hm in petto – die Climbing Challenge freut sich.