Vom Winterpokal ins Trainingslager

Zugegebenermaßen gab ebendiese Überschrift schon mal. Die Blog-Leser der ersten Stunde werden vermutlich verständnisvoll nicken und dann aus den angestaubten Hinterkammern ihres Gedächtnisses den 24. März 2012 herauskramen. Aber sie trifft nun mal genau auf das zu, was an diesem Osterwochenende ansteht: Die letzten beiden Tage des Winterpokals werden vom DGD Racing Team bereits auf Mallorca verbacht.

Zeit kurz inne zu halten und den diesjährigen Winterpokal revue passieren zu lassen. Daniel, Moritz und Katie folgten dem Rat von Sebastian und trainierten auf der heimischen Rolle mit den Sufferfest-Videos. Das heißt: hochintensive Einheiten mit unglaublich motivierendem Bildmaterial. Dass dies zu Lasten der Winterpokal-Gesamtpunktzahl gehen würde war klar, aber letztlich zählt die Performance im Frühjahr und Sommer auf der Straße. (Sogar für den Bergfloh?). Während Katie und Moritz zumindest einmal pro Woche eine längere, klassische Grundlageneinheit auf der Rolle absolvierten (mindestens 12 Punkte), ließ Daniel das ganz sein, war dafür aber so oft Langlaufen, dass er in dieser seperaten Wertung derzeit auf Platz 66 liegt. Steffen fiel vor allem durch große Sprüche in den ersten Wochen auf. Zu guter letzt spulte natürlich der Rollenkaiser Bergfloh wie ein Uhrwerk seine EInheiten ab und peppte sein Programm durch Spinning-Einheiten auf, deren Übungsleiter ihn oft sehr und manchmal gar nicht zufrieden stellten. (Siehe auch der legendäre Strava-Eintrag "Spinning bei Erika-Ersatz Daria (schlecht)" :D).

Das Gesamtergebnis wirkt so dann doch sehr vorhersehbar, aber eine Veränderung zu den Vorjahren gab es dann doch: Katies eiserner Willen bei jedem Wetter mit dem Klapprad zur Arbeit zu fahren wurde mit 2-3 Punkten täglich belohnt, die ihr erstmals den Silberplatz einbrachten mit persönlichem Rekord von 609 Punkte. Der Abstand zum klaren Sieger Bergfloh (869 Punkte) ist gewaltig, der Abstand zu Moritz auf dem Bronzeplatz, der gegenüber den Vorjahren wieder klar zulegen konnte (565 Punkte), ist gering. Direkt neben dem Podium platziert sich der Teamchef (296), knapp vor Steffen (210).

Trainingslager Südtirol – Ruhetag

Bevor es wie neuerdings üblich der Ruhetag in der Therme Meran verbracht wurde, mussten noch Hemden von 2 von 3 Fahrern gebügelt werden. Die Oma des Hauses lieh das Equipment und Moritz führte den Job fachmännisch durch.

Danach wurden noch Spirituosen für die anstehende Hochzeit erworben und dann ging es los zum Saunieren. Da die Tour Etappe in der Therme übertragen wurde, ist das Tagesziel 19.00 Uhr beim Oberwirt zu sein recht ambitioniert. Dank des Taxiservice vom Bergfloh, der mit Heidrun extra vom Quartier am Gardasee angereist ist, wurde das Dinner aber rechzeitig erreicht. Dieses war wie immer vorzüglich und der Dank der drei DGD Racing Team Fahrer geht wie in den Vorjahren an den Gönner des Events.

Trainingslager Südtirol 2017: Möltenrunde

Gestärkt vom zugebuchten Frühstück (der Bergfloh fehlt zum Kaffeekochen) bei dem sich Sebastian von der Oma des Hauses zu einem Extrabrötchen provozieren ließ, brach das DGD Racing Team in Richtung Mölten auf. Das etwas sinnlose Einrollen über die Gampenpassstraße aus dem Vorjahr wurde gestrichen – nun ging auf flacher Straße bis nach Terlan. Die Höchstschwierigkeit des Tages bot dann 800 Höhenmeter bei exakt 10% Steigung. Sebastian wechselte sofort in den eigenen Rhythmus und fuhr den Anstieg in sau starken 43:56 (1086 Hm/h Steigleistung) hoch. Daniel und Moritz wähnten sich zwar zunächst in einem leichteren Gang als im Vorjahr, was tendentiell zu einer lockereren Auffahrt sorgen sollte, doch diese Information war (natürlich) falsch. So wurde wie im Vorjahr voll gefahren und sogar überraschend die teaminterne Bestzeit um 11 Sekunden auf 38:47 gedrückt. Die Form stimmt also schon am zweiten Tag!

Danach folgte ein auf und ab mit Ziel Lieblingsapfelstrudel in St. Ulrich, der heute mit einem "Kübel Cola" und "zweimal Apfelabfall" serviert wurde. Sebastian wurde davor von den beiden Teamkollegen mehrmals auf eine angebliche Rampe vorbereitet, die, man glaubt es kaum, nie kam. Man merkt, das man jedes Jahr nach Lana fährt :p 

Die Rückfahrt in die Wohnung lief dann im Rekordtempo ab. Bei optimalem Wind und F1 Belag wurde geschwind ein Auto und zwei Mountainbiker abkassiert und dann ging die Post ab: Die 90km/h für längere Zeit klar geknackt und die 7km bergab mit einem soliden 67er Schnitt herunter gesteuert. A propos F1: Auch dank der schnellen Abfahrt konnte der Start in Silverstone live im TV geschaut werden. Eckdaten: 66,3km, 1501Hm, 26,1er Schnitt 🙂

Trainingslager Mallorca 2017: Küstenklassiker

Pünktlich um 8:45 startete der Bustransfer nach Port Andratx, dieses Mal gab es einen Privattransfer mit Minivan und Anhänger – sehr komfortabel. Kurz nach 10 Uhr starteten alle vier zeitgleich auf die Königsetappe des Trainingslagers. Der erste sanfte Anstieg wurde durch eine planerischer Meisterleistung des Herrn E. mit einer Rampe an einer Kirche vorbereitet. Bereits auf der ersten Abfahrt (es gibt auf der 60km langen Küstenstraße keine Flachstücke), wurde klar, dass der Wind eine große Rolle spielen würde – er kam entgegen der Fahrtrichtung mit teilweise sturmhaften Böen. Im Unterschied zu den Vorjahren, gab es für die zwei Fahrer des DGD Racing Teams eine neue Stichstraße zu erkunden. Die 24 Serpentinen hinunter in ein Feriendorf (Port d'es Canonge) mit 300Hm sorgten für Abwechslung. Das Streckenlayout ähnelte teilweise dem einer Indoorkartbahn.

Bergauf gab es dann natürlich auch schöne Steilstücke mit gut 15%, dann ging es weiter in die Gegenwindschlacht. Das Timing am Marktplatz in Soller war auch dieses Jahr gut, nur 5 Minuten nachdem Moritz und Daniel einen Tisch sicherten, trafen Katie und der Bergfloh ein. Trotz ansonsten eher kühlen Temperaturen (16 Grad) wurde man auf dem Touristenmagneten in Soller während des Mittagsmenü mit Nudeln gut durchgebraten. Dann ging es auf den höchsten Berg Mallorcas. Daniel mahnte noch an, man müsse ob des Windes ein paar Körner sparen. Angekommen auf der Passstraße wurde jedoch ein sehr flüssiger Rhythmus gefunden und es wurde dann doch schnell gefahren (gleiche Zeit wie 2014). Oben am Gipfel fuhren die beiden gänzlich ohne Pause an den zahlreichen Radfahren vorbei und unten am Kiosk den aufziehenden Wolken mit einem Unterhemdenupgrade auf Windstopper gerecht zu werden. Ab da war es nicht mehr wirklich warm und die Abfahrt inkl. langer Gerade nach Pollenca war die erwartete Gegenwindschlacht. Daniel fing an, sein hohes Tempo am Puig zu bereuen denn nach den obligatorischen Führungswechseln ging ab Pollenca 0,0 mehr. Erst auf den letzten 3 Kilometern von Alcudia nach Playa de Muro, gab es dann Rückenwind.
Katie und der Bergfloh kamen ebenfalls gut über den Puig, der Bergfloh lies es sich erneut nicht nehmen ein paar Attacken gegen andere Rennradler zu fahren – wurde aber von Katie zurückbeordert – denn schließlich sollte er noch als solider Windschattenspender fungieren. Dennoch war der Bergfloh gut 5 Minuten schneller als 2015, sehr starke Leistung. Die beiden schafften die 130km und 2700Hm mit einem 20er Schnitt, die 3100Hm und 140Hm wurden von Daniel und Moritz in einem 26er Schnitt bewältigt, und das trotz widriger Bedingungen.
Zum Thema Widrig: Daniel war mit seinem im Sommer 2016 erworbenen Garmin Edge 520 bis dato eigentlich zufrieden. Nur die Akkulaufzeit war nach zig Firmware-Updates nicht mehr top. Trotz allen Tipps (GLONASS aus, Bluetooth aus, Beleuchtung aus), kam nach 6 Stunden die Akku niedrig Warnung (500m vorm Ziel). Beim Versuch den Track zu speichern gab es einen Freeze und Zack – waren die Daten weg.