Trainingslager Mallorca 2022: Dias del Classico

Pünktlich zum Küstenklassiker drehte der Wind auf Südwest und bescherte der ganzen Insel Sonne pur bei radsport-optimalen 22° Außentemperatur. Dennoch waren sowohl Windstopper als auch Beinlinge im Outfit einiger DGD Fahrer gesichtet. Die Experten wussten natürlich schon vorher: ein Fehler. Der Easytours-Transfer ans andere Ende der Insel stand pünktlich um 8h30 vorm Hotel. Allerdings beschloss der Fahrer, von der Möglichkeit der dynamischen Arbeitszeitverlängerung gebrauch zu machen und stellte sich vor Palma schon kilometerweit vor dem Abzweig nach Andratx in den Stau auf der rechten Spur. Abfahrt in Andratx daher 10h29. Dafür wurde Moritz‘ Spezialschlenker an der Kirche kassiert (Grüße gehen an der Stelle raus an den Bergfloh), denn der Bus fuhr direkt ins Zentrum und nicht an den Hafen.

Der erste Berg wurde so gemütlich wie nie gefahren und der leichte Rückenwind ließ im Gegensatz zu früheren Austragungen die Zeit bis zum Valldemossa Hochplateau wie im Flug vergehen. Im morgentlichen Communiqué wurden von dort an mehrere Varianten vorgestellt; angesichts des Traumwetters entschieden sich aber alle 6 Fahrer für die enge aber auch spaßige Abfahrt an den Hafen von Valldemossa, wo der Mandelkuchen getestet wurde. Selbsterklärend, dass danach die 400 Höhenmeter zum Ursprungspunkt der Détour wieder hochgekurbelt werden mussten. Erstaunlicherweise fanden alle 6 Fahrer den Anstieg deutlich angenehmer zu fahren als angenommen.

Am Marktplatz in Soller gab es diesmal wieder Nudeln in der Bar Nadal; hervorzuheben war vor allem die Pasta Mallorquin mit scharfer Wurst, Gemüse, Mandeln und Honig. Heiko orderte außerdem einen Kubikdezimeter Kartoffelsalat. Dessen Qualitätsurteil wird hier unterschlagen. 

In der Nachmittagshitze zum Puig Major gingen dann alle Fahrer auf den 10km bis zum Tunnel auf Zeitenjagd. Moritz unterbot mit 30:01 die teaminterne Bestzeit aus dem Jahr 2015. Daniel sicherte sich durch konsequente Umsatzung seines Ziels vom 265W Platz 2 vor Heiko, der in starken 34:43 oben ankam. Dahinter entbrannte ein spektakuläres Duell zwischen den Herren Bechtel und Klink, das letztgenannter in 39:19 für sich entschied, vor lauter Geschwindigkeitsüberschuss direkt im dunklen Tunnel verschwand und daher auf dem Gruppenbild fehlt.

Der Rest der Tour war erfreulich verkehrsarm. An der letzten Schippe Sand vor der finalen Abfahrt entstand aus Christians Vorhaben nicht runterschalten zu müssen ein Spontansprint, den der Teamchef für sich entscheiden konnte. Im Tal ließen sich diverse Teamfahrer von diversen unbekannten Drückern provozieren und die daraus resultierende Schnittsteigerung sorgte nicht bei allen für Begeisterung. Dafür wurde die Sauna rechtzeitig erreicht und zumindest 2 von 6 Fahrern sprachen danach vom „besten Küstenklassiker aller Zeiten“ 😊 Die Eckdaten waren wie immer: 138km/2800Hm.

 

 

 

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