Trainingslager Südtirol 2014 – Teamchef siegt am Gampenpass

Tagelange waren sich alle noch so dubiosen Wettervorhersagen einig, dass der heutige Montag ein klassischer Regentag werden würde. Um so überraschter war man, als das erste Frühstück als neuer Fußballweltmeister um 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein einnehmen konnte. Während Stefan und der Bergfloh sich ob der morgigen Königsetappe einen Ruhetag gönnten, entschieden Daniel und Moritz in „nicht all zu übertriebenen Tempo“ den Hausberg Lanas in Angriff zu nehmen.

Angeführt von Daniel war der Einstieg in den Pass sehr rhythmisch. Bei hoher Frequenz konnten die ersten 8 km sehr kräfteschonend zurückgelegt werden. Als Daniel sich im Steilstück (9-10%) dann aber weigerte runter zu schalten  und Moritz bei Kilometer 10 die Führungsarbeit übernahm wurden langsam aber sich alle Vorsätze über Bord geworfen und das Tempo konsequent immer weiter gesteigert. Schließlich endete das Ganze mit einem Sprintfinale am absoluten Limit, das Daniel um eine Laufradlänge für sich entscheiden konnte. Belohnt wurden die beiden mit einer neuen teaminternen Bestzeit von 59:09 für 17,7 km mit 1190Hm.IMG_3103Überraschenderweise hatte auch der Apfelstrudel am Gampenpass einen super Tag erwischt und mit viel Fruchtanteil sein Apfelstrudelführer-Rating deutlich aufbessern. Um die Beine zu lockern wurde dann noch ein Abstecher über Nals gefahren, insgesamt ist dabei ein 27er Schnitt herausgekommen.

 

 

Trainingslager Südtirol 2014 – Ultental

Schon am zweiten Tag wurde die Tourplanung geändert, aufgrund des WM-Finales wurde die längste Tour auf Dienstag verschoben. Es ging, für Stefan zum ersten Mal, ins Ultental. Der erste Anstieg bis St. Pankraz wurde von Stefan recht zügig angegangen, danach ging es bis zum Flachstück etwas gemächlicher vorwärts – die Tour vom Vortag steckte noch in Stefans Beinen. Der Bergfloh war schon 40 Minuten früher gestartet, wurde im Flachstück – neben seinem Rad stehend – überholt. Ihn haben die 2-3 Regentropfen zum Pausieren und zum Umkehren bewegt. Die drei Fahrer des DGD Racing Teams fuhren weiter, und kurz danach war es auch wieder sonnig. Die letzten 5 steilen Kilometer wurde der Verband aufgelöst, und Moritz konnte Daniel bereits im ersten Steilstück (klassische Stelle) abschütteln. Seine Zeit vom Vorjahr konnte er um 30 Sekunden verbessern, bei Daniel war der Tempowechsel zu abrupt und die Vorjahrespace konnte nicht gefahren werden. Stefan hatte mangels Streckenkenntnis oben noch „Luft“, fuhr aber einen guten Rhythmus. Oben in der Knödelmoidl gabs dreierlei Schorlen und Strudel mit Vanillesoße. IMG_3092
Auf der Abfahrt gab es dann im Flachstück Regen, aber Regenjacken waren bereits angelegt. Auf den letzten 10 Kilometern war es wieder trocken und die wirklich tolle Abfahrt nach Lana konnte voll gefahren werden. Eckdaten: 78km 1800Hm 3:00h.

Trainingslager Südtirol 2014 – Einrollen am Mendelpass

Zu gewohnt frühen Stunde brachen 3/4 des DGD Racing Teams und der Bergfloh in Richtung traditionelles Trainingslager in Lana (Südtirol) auf. Als Quartier konnte man wieder eine Wohnung im wunderschönen Günzelgut mieten.
Wichtigster Vorteil der unmenschlichen Abfahrtszeit von 4 Uhr morgens ist, dass man schon um 10 Uhr in Lana ist und den Anreisetag zum Materialcheck und Einfahren nutzen kann. Auf dem Trainingsplan stand wieder die Gampenpass-Mendelpass Runde. Allerdings, man glaubt es kaum, lernten Daniel und Moritz aus den Fehlern des Vorjahres und planten die Runde in umgekehrter Richtung. Das heißt: Erst lockeres Einrollen im Flachen Richtung Eppan. Dann fuhr, wie es für ein Einfahren vernünftig ist am Mendelpass jeder sein Tempo, wobei die Zeiten von 51:58 von Moritz und 56 min von Daniel und Stefan, die es noch etwas gemütlicher angehen ließen durchaus respektabel sind. Foto

Schließlich ging es locker über die einfache Seite des Gampenpass zurück. Für alle? Nein, der Bergfloh entschied als einziger, nicht in Richtung der dunklen Wolken am Gampenpass zu fahren und wurde (logischerweise) auf der sonnigen Abfahrt vom Mendelpass als einziger nass :-p
Nach der wohlverdienten Regeneration im Pool warten nun italienische Nudeln und Pizza. Buon appetito! 🙂

Testfahrt Nordschleife im Odenwald (mit Minipumpentest)

Steffen hatte die sehr gute Idee, die Rennsituation des 24h Rennens mal zu simulieren – natürlich nicht das gesamte Rennen aber immerhin gut die Hälfte.  Also traf man sich letzten Samstag 14 Uhr im Headquarter des DGD Racing Teams – in Reichelsheim (Odenwald).

Aufgrund der scheinbar unstabilen Wetterlage (dunkle Wolken, starker Wind), wurde die erste Runde leicht verspätet gestartet. Da Stefan etwas Warmfahrzeit brauchte splittete sich das Team, schließlich sollte nicht nur die Strecke realistisch sein sondern auch die Belastung zumindest nicht auf Kaffeefahrtniveau bleiben. Die Pausen zwischen den Stints waren etwas kürzer als im Rennen, dafür wurden nur 4 (unterschiedliche) Runden gedreht. Aufgrund des Wetters wurde auch die Reihenfolge bunt getauscht, sodass die zweite Runde in umgekehrter Richtung wieder auf die Hutzwiese ging .

Zwischen den Fahrten wurde,  ganz klassisch,  Nudeln gegessen und geschraubt , schließlich mussten die Lichthalterungen  auch noch montiert werden. Dazu gab es einen kleinen, hoch wissenschaftlichen Minipumpentest:  Stefan pumpt einen leeren Reifen 90 Sekunden lang auf und der Druck wird gemessen, dazu gibs noch Handlingpunkte. Probanden: PRO CNC Minipump, Airrace AP-46SL und Birzman Zacoo Mini 9.9.  Die PRO CNC hat eine ergonomisch geschickte Winkelung und pumpt auch etwas mehr Druck (1,8 vs. 2,1 bar) gegenüber der Airrace AP-46SL. Die Zacoo Mini 9.9 wurde ob ihrer extrem kleinen Bauform (ohne Teleskop) belächelt und als krasser Außenseiter im Test angesehen. Durch die Verschraubung ans Ventil mittels mitgeliefertem Adapter, erreichte sie jedoch den klaren Testsieg mit 2,8 Bar. Hintergrund des ganzen: Fürs 24h Rennen wird der Transponder inkl. Schlauch, Ersatz-Minilicht und eben Minipumpe in einer kleinen Toolflasche übergeben.

Die dritte Runde fand schon in recht dämmriger Sicht statt, und war mit dem Anstieg nach Neunkirchen auch die härteste. Die letzte Runde war hauptsächlich ein Lichttest wo beide neuen Modelle, Steffens Lupine-Nachbau und Moritz-Tourenlicht (vereinfachte Version des 2010er Modells) gefahren wurden. Da es erst 22:15 Uhr dunkel wurde konnte die Fahrt auf die Tromm nicht früher losgehen. Dass das einzige kommerzielle Produkt, der Lupine-Nachbau von Steffen, komplett abfiel und nur am Kabel hing, war ein Erfolg des Tests. Achja – wirklich nass wurden die Fahrer trotz schlechter Wetterprognose nicht.