Projekt: Stevens Comet Custom – Disc meets Campa – fast fertig

Wie bei fast allen Projekten zieht es sich zum Ende. Nach einem farblich missglückten Versuch mit zweifarbigem Lenkerband musste schwarzes, dünneres nachgeordert werden. Die eigentlich sichere Komponente, der Vorbau (Syntace Liteforce) wurde überraschenderweise durch eine günstige Variante ersetzt, da diese laut Hersteller leichter sein sollte (106g vs. 89g), einen Procraft ST2 in 100mm. Ein Teil des Preisvorteils sind die fehlenden Titanschrauben (M4 vs. M5 was einen Teil des Gewichtes erklärt), diese wurden aber nachgeordert um auf das Herstellergewicht zu kommen. Die Bremsscheiben ließen sich mit dem vorhandenen Hollowtech Schraubenschlüssel problemlos montieren. Das Justagewerkzeug zur Bremseinstellung hat jedoch keine besondere Wirkung erzieht, dafür ist das Material einfach zu dünn. Jetzt steht nur noch der Termin bei der Fahrradbiometrie an, dann kann die Gabel final gekürzt werden. Die Feineinstellung von Schaltung und Bremse wird mangels Geduld auch Citybike überlassen.

Projekt: Stevens Comet Custom – Disc meets Campa – es werde ein Rennrad

Der erste Werkstattauffenthalt bei Citybike um die Bremsleitungen und die Gabel (erstmal noch nicht final) zu kürzen, ist Geschichte. Nun hieß es, das sehr gut erklärte Video von Campagnolo mit Anleitung zum Bremse befüllen umzusetzen. Bis auf kleinere Leckagen beim Abschrauben der Spritzen lief das ganze hervorragend. Man kann die unteren Entlüftungsmuttern lockern, nachdem man die Spritzen befestigt hat, das trägt ernorm zur Sauberkeit bei. Erstaunlich ist, wie wenig der 3/4 gefüllten Spritze eigentlich im System verbleibt, am Ende schüttet man ca. 1/2 Spritze wieder in den Behälter. Ebenfalls praktisch: damit der Füllstand genau korrekt ist, gibt es ein kleines Metallstück (kostet extra), welches man anstelle womöglich unterschiedlich verschlissener Beläge einbauen kann. Als nächstes wurde das Ritzel montiert (easy) und der Freilauf von 18 Zähnen auf 54 Zähne geupgradet. Der recht ernüchternde Sound wurde damit spürbar besser.

Dann wurde die Kette montiert (erfordert auch Spezialwerkzeug) und anhand der schön bebilderten Anleitungen für den Umwerfer und das Schaltwerk ein erstmal einigermaßen passables Ergebnis erzielt. Um die Bremsscheiben zu montieren, fehlt noch ein Centerlock Verschlussring, der Light-Wolf schickt das noch zu. Dann kommt noch Lenkerband, Flaschenhalter und ein anderer Vorbau (nach detaillierten Messungen der Geometrie) und das Projekt nähert sich dem Ende

Projekt: Stevens Comet Custom – Disc meets Campa – Beasts sind da

Wie vom light-wolf versprochen kamen die Laufräder noch vor Weihnachten. Die Montage der Tubeless Reifen (Schwalbe Pro One) gestaltete sich wie erwartet sehr schwierig. Man braucht Geduld, Kraft, etwas Seifenwasser und Reifenhebern mit denen man nichts zerstört. Am besten ist eine zweite Person, mit dem Bergfloh (motiviert mit einem hopfenhaltigen Kaltgetränk) waren dann die Reifen drauf. Da die erste Ausfahrt noch etwas entfernt ist, wurde auf Dichtmilch verzichtet. Im Internet liest man zu Tubeless oft, dass man einen Kompressor oder ähnliches benötigt, damit der Reifen „peng“ macht und richtig sitzt. Mit einer konventionellen Standpumpe war dies aber kein Problem, bei knapp 6 bar machte es das besagte Geräusch. Der vordere Reifen war auch sofort dicht. Hinten kommt aktuell zwischen Felge und Ventil etwas Luft, aber die 6bar hielten kurzzeitig. Das Rändelrädchen des Ventils wurde zuerst als potentielle Ursache festgezogen – dies wird aber ausdrücklich nicht empfohlen, da in die Felge selbst ja keine Luft kommen darf und die Dichtigkeit am Übergang Felgenband zu Ventil hergestellt werden muss. Der nächste Versuch wird dann mit Milch durchgeführt.

Projekt: Stevens Comet Custom – Disc meets Campa – Startschuss

Nach den ganzen Lieferungen geht es endlich an die Arbeit. Dafür essentiell, ein gescheiter Montageständer, es wurde auf folgendes Modell zurückgegriffen: Contec Rock Steady. Dank integrierter Schnellspanner in 30 Sekunden aufgebaut und platzsparend verstaut.
Um die Kurbel zu montieren, muss die Klammer an den Tretlagerschalen ausgehakt und radial verschoben werden, dann flutscht es auch wunderbar. Die beiden Kurbelhälften treffen sich mittig im Tretlagergehäuse und müssen mit 42-60Nm verschraubt werden, es empfiehlt sich daher ein anständiger Drehmomentschlüssel (geht auch fürs Auto), dazu ein passendes Bit. Die Kurbel war, nachdem das entriegeln der Klammer geklärt war, schnell montiert.
Der Steuersatz von Stevens konnte problemlos angebracht werden, die Carbongabel benötigte den unteren Klemmring nicht mehr – dieser macht zumeist die meisten Probleme bei der Montage. Weil die Gabel ungekürzt (>10cm zu lang) ist, konnte man das Steuersatzspiel mangels zu wenig Spacer nicht einstellen. Der Vorbau, eine Leihgabe von Moritz, ist sowieso noch nicht final, denn bevor dieser bestellt wird geht es zum Bike-Fitting. Die Montage des Lenkers war dann auch easy, danach ging es eigentlich erst los.
Um den linken Ergopowergriff zu montieren, muss die Schelle gelockert werden. Dies geschieht mit einer Torx25 Schraube, welche jedoch unglücklich positioniert ist. Ein Bit ist dafür schon ungeeignet, entweder man hat einen T25 Schraubendreher, oder man bestellt noch einen L-Griff (die auch für Innensechskant super sind, dank Kugelkopf). Der Griff wurde dann provisorisch positioniert, danach wurden die Bremsleitung und die Schaltzugaußenhülle mit den vorhandenen Plastik-Durchführhilfen mit Isotape verklebt und dann mit viel Effé durch den Lenker geführt.
Im Rahmen gab es dann ebenfalls Durchführhülsen, wo man den Schaltzug einfach nur durchstecken musste. Am Umwerfer (provisorisch montiert, da noch keine Kette vorhanden) angelangt, die Durchführungen schon entfernt wurde das Fehlen des Zugspannungseinstellers bemerkt (im Lieferumfang enthalten). Also Zug raus und montieren. Dabei stellte sich heraus, dass die vormontierten Liner essentiell waren, denn im Rahmen befindet sich sonst keinerlei Kanal. In mühsamer Bastelarbeit konnten die Liner am Tretlager wieder zusammengeführt werden (Kurbel wieder raus) und der Schaltzug war endlich montiert. Die Zuginnenverlegung am Lenker ist auch noch nicht final, denn am Schalthebel entsteht dadurch eine ganz gute Biegung, was bei den sehr straffen Campagnolo Außenhüllen zu einer gewissen Spannung führt. Man sollte auf jeden Fall einen zweiten Satz Schaltzughüllen parat haben, kann nicht schaden.
Die hintere Bremse konnte noch nicht montiert werden, da im Lieferungumfang keine Schrauben enthalten sind. Diese sind abhängig von der Dicke des Gewindes der Flatmount Aufnahme (Comet: 26mm), und wurden direkt geordert. Die Sattelstütze fehlt ebenfalls noch, andere „Kleinteile“ sind jedoch eingetroffen.


Projekt: Stevens Comet Custom – Disc meets Campa – Rahmenset

Endlich ist es soweit, das Herzstück des Projektes, der Rahmen von Stevens wurde geliefert. Citybike montierte direkt die Tretlagerschalen, daher ist das gewogene Gewicht auf den Bildern 45g zu hoch (die Zugdurchführungen wiegen sicher auch ein paar Gramm). Zu schwer ist dieser zum Glück nicht (netto 880g), und die roten und weißen Akzente sehen in echt wirklich gut aus. Im Lieferumfang gehören der Steuersatz (77g, inkl. Deckel), Shimano (blei) Steckachsen, eine Sattelklemme aus Carbonio (10g). Die nächste Bestellung beinhaltet dann die restlichen „Klein“-Teile, sodass bald geschraubt werden kann.